Leitgedanken unserer Arbeit

Wenn sich der Wald lichtet und plötzlich das Wesentliche erkennbar ist, wenn genug Raum ist, damit neue Ideen entstehen können, wenn man das Dickicht hinter sich lassen kann – dann ist es die Lichtung.

Hier ist genug Platz für Visionen und hier können neue Ideen entstehen. Denn die Lichtung bringt nicht nur Klarheit – sie zeigt oft auch Wege auf, die zuvor noch nicht sichtbar waren. So wird es möglich, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und so können wir gemeinsam immer wieder neue Pfade betreten.

Aus diesen Grundgedanken entstand der Träger: Lichtung – individuelle erzieherische Hilfen

Unser Team

Jennifer Simonis

M.A. Beratung | Vertretung im Sozialen Recht | B.A. Soziale Arbeit | Sozialpädagogik | Weiterbildung Case Management in der ambulanten Jugendhilfe

Swantje Aretz

M.A. Beratung | Vertretung im Sozialen Recht | B.A. Soziale Arbeit | Sozialpädagogik | Staatlich anerkannte Erzieherin | Kursleiterin „Kess erziehen“ (Erziehungskurs)

Pablo Harz

M.Sc. Suchthilfe | Suchttherapie i.A. | Berufsbildungszertifikat „Suchttherapeut/-in KatHO-NRW“ i.A., von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) anerkannt | B.A. Soziale Arbeit | Sozialpädagogik | Staatlich anerkannter Erzieher | Erlebnispädagogischer Trainer | Hochseilgartentrainer nach ERCA Standards | Kanu- und Floßtrainer

Michaela Hoxha

M.Sc. Suchthilfe | Suchttherapie i.A. | Berufsbildungszertifikat „Suchttherapeut/-in KatHO-NRW“ i.A., von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) anerkannt | Dipl. Sozialpädagogik | Kunsttherapie

Valerie Kurnatowski

M.A. Klinisch- Therapeutische Soziale Arbeit i.A. | Systemische Familientherapie | B.A. Soziale Arbeit/Sozialpädagogik

Johanna Gugau

B.A. Soziale Arbeit | Sozialpädagogik

Björn Drießen

M.A. Soziale Arbeit | Sozialpädagogik i.A.

Die Grundgedanken unserer Arbeit

Die Grundgedanken die unsere pädagogisch/ therapeutische Arbeit begleiten sind zunächst ein Grundverständnis in der Arbeit mit Menschen, welches sich in ethischen Prinzipien der Sozialen Arbeit wiederfindet. Die Handlungsprinzipien Sozialer Arbeit stellen für uns die Voraussetzung für ein professionelles Handeln in der Arbeit mit Menschen dar. Auf Grundlage dieser ethischen Handlungsprinzipien gehen wir von einem Bild des Menschen aus, der Experte seiner eigenen Situation ist. Seine Handlungsmöglichkeiten sind gegebenenfalls durch nicht erworbene Fähigkeiten oder falsch erlernte Muster eingeschränkt. Wir gehen davon aus, dass unsere Arbeit dazu beiträgt Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten und den Menschen somit zu befähigen eigenverantwortlich und eigenständig zu handeln (Hilfe zur Selbsthilfe). Hierbei ist für uns eine vertrauensvolle Zusammenarbeit die Basis für eine gelingende Hilfe. Um diese vertrauensvolle Basis zu schaffen begegnet unser Team den Klienten und Klientinnen mit Wertschätzung, Empathie und Verbindlichkeit. Transparenz in der Arbeit stellt eine weitere Voraussetzung dar. Oftmals stellt eine Erhöhung des Selbstwertes einen wichtigen Ansatzpunkt dar, was eine Arbeit mit und nicht für den Klienten/die Klientin voraussetzt. Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist der Aspekt der Partizipation von großer Bedeutung.

Unsere Leistungen

Unsere Arbeit beruht in erster Linie auf der Grundlage der "Hilfen zur Erziehung" im ambulanten Bereich. Zudem bieten wir private Erziehungsberatung an. Unser Angebot umfasst insbesondere:

Hilfe zur Erziehung

§ 27 Abs. 1 und 2 SGB VIII

Erziehungsbeistandschaft, Betreuungshelfer

§ 30 SGB VIII
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Der Erziehungsbeistand und der Betreuungshelfer sollen das Kind oder den Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfelds unterstützen und unter Erhaltung des Lebensbezugs zur Familie seine Verselbständigung fördern.

Sozialpädagogische Familienhilfe

§ 31 SGB VIII
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Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie.

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

§ 35 SGB VIII
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Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung soll Jugendlichen gewährt werden, die einer intensiven Unterstützung zur sozialen Integration und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung bedürfen. Die Hilfe ist in der Regel auf längere Zeit angelegt und soll den individuellen Bedürfnissen des Jugendlichen Rechnung tragen.

Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

§ 35a SGB VIII |
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Kinder oder Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn 1. ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und 2. daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Hilfe für junge Volljährige

§ 41 SGB VIII
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Einem jungen Volljährigen soll Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist.

Begleiteter Umgang

§ 18 Abs. 3 SGB VIII i.V.m. §§ 1684/ 1685/ 1629 BGB
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In manchen Fällen ist es den getrennt lebenden Eltern / Erziehungsberechtigten in ihrer aktuellen Situation nicht möglich Umgänge für ihre Kinder eigenverantwortlich zu koordinieren oder zu begleiten. In diesen Fällen kann unser Team Hilfestellung bei der Bewältigung dieser Aufgabe leisten. Dies kann in Form von vermittelnden Elterngesprächen und / oder übergangsweise in der Begleitung der Umgänge erfolgen. Ziel dieser Arbeit ist es langfristig gesehen eine Basis zu schaffen in der die Eltern / Erziehungsberechtigten sich wieder in der Lage sehen die Umgänge eigenverantwortlich im Sinne ihrer Kinder zu regeln.

Clearing, psychosoziale Diagnose

§ 27 Abs. 2 SGB VIII
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Das Clearing ist eine Form der Hilfe in der zunächst der Unterstützungsbedarf der Klienten geklärt wird, indem der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin sich ein umfassendes Bild der Familiensituation macht. Hierbei werden sowohl die Ressourcen als auch die Problemlagen der Familie in den Blick genommen. Auf diese Weise wird der Hilfebedarf der Familie ermittelt. Am Ende des Clearings steht eine umfassende psychosoziale Diagnose mit einer Empfehlung für die notwendig erachtete weitere Hilfe.

Unsere Ziele

Die konkreten individuellen Ziele werden im Rahmen des Hilfeplanverfahrens unter Beteiligung der Hilfeempfänger/Hilfeempfängerinnen, den eingesetzten ambulanten Fachkräften und der fallführenden Fachkraft des Sozialen Dienstes erarbeitet und festgeschrieben. Die im Folgenden aufgeführten Inhalte beschreiben grundlegende Ziele unserer pädagogischen Arbeit. Die zielgerichtete Arbeit berücksichtigt zu jedem Zeitpunkt das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ und erfordert somit die Mitarbeit des Hilfeempfängers/der Hilfeempfängerin.

Kinder

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Stabilisierung der persönlichen Situation

Förderung der altersentsprechenden Entwicklung unter Einbezug der altersspezifischen Entwicklungsaufgaben

Stärkung und Förderung von Selbstwert, Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeitskompetenzen

Erarbeitung von Verständnis für aktuelle oder länger andauernde Problemlagen

Entlastung durch zuverlässigen Ansprechpartner außerhalb des Familiensystems

Entlastung durch Erarbeitung und Klärung der eigenen Rolle als Kind

Stärkung und Förderung von sozialen Kompetenzen

Stärkung, Förderung und Unterstützung im Bezug auf schulische Leistung

Suchtprävention

Jugendliche und junge Erwachsene

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Stabilisierung der persönlichen Situation

Erarbeitung von Verständnis für aktuelle oder länger andauernde Problemlagen

schulische/ berufliche Integration

Stärkung und Förderung von Selbstwert, Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeitskompetenzen

Erarbeitung und Förderung von angemessenen Kommunikations- und Verhaltensformen und Konfliktlösungsstrategien

Kompetenzentwicklung im Umgang mit finanziellen Mitteln

Abwendung/ Überwindung von akuten Krisensituationen

Entwicklung von angemessenen Tages- und Wohnstrukturen

Hinführung zu straf- und gewaltvermeidendem Verhalten

Suchtprävention

Familien

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Ziel ist es die Familien/Lebensgemeinschaften dahingehend zu unterstützen und zu begleiten, dass sie ihre Ressourcen neu erschließen, wiedergewinnen und erweitern:

Sicherung und Verbesserung elementarer Grundbedürfnisse, insbesondere in den Bereichen:

physische und psychische Gesundheit, Ernährung, Unterkunft, Finanzierung, soziale Kontakte/ soziale Anerkennung und anderen.



Allgemeine Verbesserung der Versorgungssituation

Erarbeitung von Problemverständnis und Einsicht unter Berücksichtigung von akuten und längerfristigen Problemlagen

Stärkung des Selbstwertgefühls unter anderem durch schnelle Anfangserfolge und fortlaufende positive Erfahrungen

Stärkung/ Verbesserung des Erziehungsverhaltens und der Erziehungsfähigkeit

Stärkung der positiven emotionalen Beziehung untereinander

Befähigung der Familienmitglieder zu Krisenmanagement und Problemlösung

Integration in das soziale Umfeld

Soziale Gruppenarbeit

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Ziele für den einzelnen Teilnehmer

Selbstvertrauen aufbauen

Grenzen erfahren und wenn möglich erweitern

Verantwortung übernehmen

Eigene Fähigkeiten entdecken und nutzen lernen

Durchhaltevermögen entwickeln

Frustrationstoleranz erweitern

Mit eigenen Ängsten umgehen lernen

Entwickeln und Einüben von Problemlösungsstrategien

Sich eigene Ziele setzen und diese verfolgen


Ziele für die Gruppe

Teamfähigkeit verbessern

Aufeinander achten lernen

Angemessenes Vertrauen in Andere entwickeln

Regeln einhalten

Verlieren lernen

Konfliktlösungsstrategien entwickeln und einüben

Unsere Methoden

Die Grundvoraussetzung unseres methodischen Handelns besteht in einer wertschätzenden Haltung dem Klienten/der Klientin gegenüber. Dem zugrunde liegt die Idee, dass der Mensch Experte/Expertin für sein Leben und seine Situation ist. Die Bearbeitung der Ziele erfolgt immer mit und nicht für den Klienten/die Klientin. Die ambulante Hilfe findet in der Regel durch eine aufsuchende Arbeit statt. Sie zeichnet sich durch eine sehr flexible Form der Hilfegestaltung aus und orientiert sich stets an den individuellen Bedürfnissen der Klienten und Klientinnen. Die intensive Beratung und Betreuung findet daher überwiegend im Haushalt der Familie, in der Wohnung der Jugendlichen und jungen Volljährigen statt. Die Klienten und Klientinnen werden in ihrem Alltag unterstützt und begleitet, um diese zu befähigen die erarbeiteten Ziele umzusetzen. Alle Klienten und Klientinnen verfügen über persönliche Ressourcen, die auch im Hinblick auf die Stärkung des Selbstwertes der Klienten/Klientinnen herausgearbeitet werden. Zudem verfügen die Klienten/Klientinnen meist über Ressourcen in ihrem Umfeld, wie beispielsweise Familie oder Freunde, die wenn möglich mit in die gemeinsame Arbeit einbezogen werden können. In der gemeinsamen Arbeit bezieht sich unser Blick auf eine ganzheitliche Betrachtung des Familiensystems und dessen Umwelt. Hierbei wird zudem der biografische Hintergrund der Klienten/Klientinnen berücksichtigt. Diese Betrachtungsweise ermöglicht vorherrschende Muster und Verhaltensweisen und deren Dynamik des familiären Handelns zu verstehen und somit neue Perspektiven zu erarbeiten.